LinkedIn Unternehmensseite erstellen: Der ultimative Leitfaden für Ihren Firmenauftritt
Wer heute im B2B-Bereich oder im modernen Recruiting erfolgreich sein will, kommt an LinkedIn nicht vorbei. Eine professionelle LinkedIn Unternehmensseite fungiert als digitale Visitenkarte, Employer-Branding-Kanal und Lead-Maschine in einem. Das Beste daran: Die Erstellung ist komplett kostenlos und in wenigen Minuten erledigt.
Dieser praxisnahe Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Firmenpräsenz aufbauen, typische Anfängerfehler vermeiden und das volle Potenzial der Plattform ausschöpfen.
1. Die Voraussetzungen: Was Sie vorab brauchen
Bevor Sie loslegen können, müssen Sie eine wichtige technische Hürde nehmen: Ohne ein persönliches LinkedIn-Profil lässt sich keine Unternehmensseite anlegen.
- Persönlicher Account: Ihr privates Profil dient als administratives Fundament. Keine Sorge: Ihr privater Feed vermischt sich nicht automatisch mit den Firmenaktivitäten.
- Unternehmens-E-Mail: Ideal ist eine geschäftliche E-Mail-Adresse mit der Domain Ihrer Firma (z. B.
[email protected]). Das erhöht die Glaubwürdigkeit und schaltet alle administrativen Features frei. - Bildmaterial & Texte: Halten Sie Ihr Firmenlogo, ein ansprechendes Titelbild sowie einen knackigen Slogan bereit.
2. Schritt-für-Schritt-Anleitung: So erstellen Sie die Seite
Die Einrichtung am Desktop-Computer oder über die iOS-App ist denkbar einfach:
- Menü öffnen: Loggen Sie sich in Ihr persönliches LinkedIn-Profil ein. Klicken Sie oben rechts auf der Startseite auf das Raster-Symbol („Für Unternehmen“ bzw. Produkte).
- Option wählen: Scrollen Sie im Menü ganz nach unten und wählen Sie „Unternehmensseite erstellen“.
- Seitentyp festlegen: Wählen Sie die passende Kategorie aus. Für 90 % aller Firmen ist „Unternehmen“ (kleines, mittleres oder großes Unternehmen) die korrekte Wahl. (Fokusseiten oder Bildungseinrichtungen nutzen Sie nur für spezielle Untermarken oder Schulen).
- Name und URL definieren: Tragen Sie den offiziellen Firmennamen ein. Die URL (z. B.
[linkedin.com/company/ihr-firmenname](https://linkedin.com/company/ihr-firmenname)) generiert sich automatisch. Tipp: Wählen Sie eine prägnante URL und prüfen Sie diese genau – sie lässt sich später nur mit Einschränkungen ändern. - Branding hochladen: Fügen Sie Ihr Logo (ideal: 300 × 300 Pixel) und ein aussagekräftiges Banner (1584 × 396 Pixel) ein. Ein leerer grauer Hintergrund wirkt unprofessionell.
- Bestätigen: Setzen Sie den Haken zur Bestätigung, dass Sie offiziell berechtigt sind, das Unternehmen zu vertreten, und klicken Sie auf „Seite erstellen“.
3. Die Feinarbeit: Das Profil vollständig ausfüllen
Eine unvollständige Seite schreckt potenzielle Kunden und Bewerber ab. Vollständige Unternehmensseiten erzielen laut LinkedIn-Statistiken deutlich mehr Aufrufe. Optimieren Sie folgende Bereiche:
- Der Slogan (Tagline): Vermeiden Sie nichtssagende Floskeln wie “Wir machen Qualität”. Bringen Sie stattdessen in einem Satz auf den Punkt, wem Sie was anbieten und welches Problem Sie lösen.
- Die Info-Sektion (About): Nutzen Sie relevante Keywords aus Ihrer Branche. Beschreiben Sie Ihre Mission, Ihre Produkte oder Dienstleistungen und verlinken Sie direkt auf Ihre Website.
- Unternehmensdetails: Hinterlegen Sie Branche, Unternehmensgröße, Firmensitz und Gründungsjahr.
- Der Action-Button (CTA): Versehen Sie Ihre Seite mit einem klaren Handlungsaufruf – zum Beispiel „Website besuchen“, „Kontakt“ oder „Registrieren“.
- Wichtiger Hinweis für den DACH-Raum (Impressum): In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt für geschäftliche Social-Media-Profile eine Impressumspflicht. Integrieren Sie den Link zu Ihrem Impressum gut sichtbar in der Info-Sektion.
4. Die 4 häufigsten Fehler nach dem Start
Achtung: Viele Unternehmen investieren Zeit in die Erstellung, lassen die Seite danach jedoch verwaisen.
- Die Geisterstadt-Falle: Die Seite ist online, aber es wird nie ein Beitrag veröffentlicht. Ohne regelmäßigen Content verpufft jede Wirkung.
- Fehlende Mitarbeiter-Einbindung: Eine Unternehmensseite allein hat organisch oft eine geringe Reichweite. Der wahre Hebel sind die persönlichen Profile Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Inhalte teilen und kommentieren.
- Reiner Produkt-Pitch: Niemand folgt einer digitalen Werbetafel. Posten Sie stattdessen echten Mehrwert, Einblicke in den Unternehmensalltag (Behind the Scenes), Branchen-Insights und Best Practices.
- Keine Zuständigkeiten: Wenn sich „alle und niemand“ um den Kanal kümmern, passiert nichts. Ernennen Sie klare Verantwortliche im Team (als Admins oder Content Creator).
Fazit & Nächster Schritt
Das Erstellen einer LinkedIn-Unternehmensseite ist der erste, unkomplizierte Schritt. Der wahre Erfolg entscheidet sich jedoch in der Kontinuität.
Planen Sie direkt den nächsten Schritt: Veröffentlichen Sie Ihren ersten Willkommensbeitrag, laden Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen ein, der Seite zu folgen, und setzen Sie sich das Ziel, wöchentlich 2 bis 3 relevante Beiträge zu teilen.
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